Zukunft der Zellertalbahn scheint gesichert - Land und Kommunen tragen Finanzierung des Streckenausbaus

 

Der Ausflugsverkehr auf der Zellertalbahn zwischen Monsheim und Langmeil erfolgt in der bisherigen Form noch bis Ende 2014. Dann laufen die bestehenden Verträge und die Betriebserlaubnis aus.

 

 

Das Eisenbahnbundesamt hatte bereits mitgeteilt, dass eine neue Betriebserlaubnis nur erteilt werde, wenn die Strecke zuvor dem heutigen Sicherheits- und Qualitätsstandard angepasst würde. Dafür sind nach Berechnungen des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) Investitionen von rund 5 Mio. Euro erforderlich.

Im vergangenen Jahr war der von den Gemeinden unterstützte Versuch gescheitert, die Zellertalbahn – und damit eine reguläre Zugverbindung zwischen Monsheim und Kaiserslautern – in den Rheinland-Pfalz-Takt zu integrieren, weil das ungünstige Ausschreibungsergebnis für das „Dieselnetz Südwest“ keine Spielräume für zusätzliche Bahnverbindungen ermöglichte.

 

Die Verbandsgemeinden Monsheim und Göllheim hatten sich daraufhin mit Unterstützung durch ZSPNV-Verbandsdirektor Michael Heilmann nachdrücklich dafür eingesetzt, zumindest den Ausflugsverkehr aufrecht zu erhalten und damit eine endgültige Stilllegung der Strecke und den möglichen Rückbau der Gleise durch die Bahn zu verhindern.

 

Bei einem ersten Treffen der Gemeindevertreter mit Infrastrukturminister Roger Lewentz im vergangenen Jahr in Staudernheim hatte die kommunale Seite bereits signalisiert, 15 % der erforderlichen Investitionskosten tragen zu wollen. Der Minister hatte eine Prüfung zugesagt und Landesmittel in Aussicht gestellt, wenn eine deutliche Reduzierung der Investitionskosten für die erste Ausbaustufe erreicht werden könnte.

 

Nachdem zwischenzeitlich eine Einigung mit dem Eisenbahnbundesamt dahingehend erfolgte, dass die erforderlichen Maßnahmen reduziert und die Kosten auf rund 3,2 Mio. Euro gesenkt werden konnten, hat Minister Lewentz in dieser Woche bei der zweiten Gesprächsrunde in Neustadt an der Weinstraße gegenüber VG-Bürgermeister Ralph Bothe und seinen Kollegen aus den anderen betroffenen Gemeinden mitgeteilt, dass im neuen Doppelhaushalt des Landes für 2014 / 2015 die erforderlichen Mittel bereitgestellt würden und das Land somit seinen 85%igen Anteil an den reduzierten Investitionskosten erbringen könne – vorausgesetzt, der Landtag stimmt dem Haushalt mehrheitlich zu.

 

Der weitere Zeitplan sieht nun vor, dass zunächst ein langfristiger Pachtvertrag mit der DB-Netz AG für die Zellertalbahn abgeschlossen werden soll. Bis Mai 2014 werden die neuen Förderrichtlinien des Landes aufgelegt und durch den ZSPNV wird der touristische Nutzen der Strecke quantifiziert. Die beteiligten Kommunen müssen außerdem kurzfristig darüber entscheiden, ob die Strecke weiterhin in öffentlicher Trägerschaft bleibt oder ein privater Betreiber gesucht werden soll. Der Donnersberg-Tourismus-Verband (DTV) als bisheriger Träger hat noch nicht über sein weiteres Engagement entschieden. Landrat Ernst-Walter Görisch und Bürgermeister Bothe sprachen sich nachdrücklich für die weitere öffentliche Trägerschaft aus und signalisierten Bereitschaft, diese notfalls zu übernehmen.

 

Die erforderlichen Baumaßnahmen umfassen neben einer Modernisierung der Signaltechnik insbesondere die Sanierung des Gleisbettes und die Sicherung der Bahnübergänge. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte der Ausflugsverkehr auf der ertüchtigten Strecke rechtzeitig zu Saisonbeginn im März 2016 starten.

 

„Das ist eine wichtige und richtungsweisende Entscheidung für die Zellertalbahn“, betont Bürgermeister Ralph Bothe, „denn von dem jetzt vorgesehenen Streckenausbau bis zur Schaffung der Voraussetzungen für den fahrplanmäßigen Regelverkehr auf der Strecke Monsheim – Kaiserslautern ist es dann nur noch ein verhältnismäßig kleiner Schritt.“

 

Die Zellertalbahn soll auch nach 2014 weiter verkehren – zunächst zwar nur im Ausflugsverkehr, aber alle weiteren Optionen bleiben durch die Zusage des Landes offen. Bild: Förderverein Eistalbahn - J.
Die Zellertalbahn soll auch nach 2014 weiter verkehren – zunächst zwar nur im Ausflugsverkehr, aber alle weiteren Optionen bleiben durch die Zusage des Landes offen. Bild: Förderverein Eistalbahn - J. Strack

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