Hinweisbeschilderung zur Fleckenmauer an der A 61 genehmigt

Zahlreiche kulturhistorisch und touristisch bedeutsame Bauwerke und Attraktionen sind oft nur Insidern bekannt – es sei denn, sie werden durch eine braune Hinweistafel an der Autobahn auch überregional beworben...

Aus diesem Grund bemühen sich Orts- und Verbandsgemeinde bereits seit mehreren Jahren, um einen entsprechend exponierten Hinweis auf die „Mittelalterliche Fleckenmauer Flörsheim-Dalsheim“. Auch der Entwurf des Verkehrszeichens mit einer Zeichnung der Fleckenmauer des Dalsheimer Künstlers Uwe Streng liegt bereits im Entwurf vor. Doch bisher scheiterten alle Bemühungen an den sehr restriktiven Kriterien der zuständigen Stellen.

 

Um einen weiteren Anlauf in dieser für die touristische Entwicklung der Gemeinde so bedeutenden Angelegenheit zu unternehmen, wurde durch die Monsheimer Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp ein Gesprächstermin vor Ort organisiert. Bei seinem Besuch mit Begehung der historischen „Fleckenmauer“ in Dalsheim hatte der zuständige Staatssekretär im Verkehrsministerium Alexander Schweitzer dann eine besondere Überraschung mitgebracht: Die Zusage, dass ab sofort an der Autobahn A 61 touristische Hinweisschilder angebracht werden dürfen, die auf das mittelalterliche Kleinod hinweisen.

 

Schweitzer machte es spannend: Beim abschließenden gemütlichen Beisammensein im Weingut Hans-Karl Kiefer verwies er zunächst auf die strengen Kriterien zur Hinweisbeschilderung von lokalen Besonderheiten, um dann mitzuteilen: „Wir werden es machen!“ In Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität können jetzt sowohl in Nord- als auch in Südrichtung der A61 - zwei Kilometer vor Gundersheim und in Höhe der Raststätte Wonnegau - je ein Hinweisschild zur „Fleckenmauer“ angebracht werden. Der Maßnahme haben das Landesamt für Denkmalschutz sowie der Fremdenverkehrs- und Heilbäderverband bereits zugestimmt, informierte Schweitzer.

 

Die Freude aller Beteiligten war groß. Dass die mittelalterliche „Fleckenmauer“ nun in den Blickpunkt gerückt wird, bedeute eine riesige Aufwertung für Flörsheim- Dalsheim, auch im Hinblick auf den touristischen Aspekt und die Präsentation der örtlichen Winzerbetriebe, betonte VG-Bürgermeister Ralph Bothe. Von der erfreulichen Mitteilung des Staatssekretärs war er ebenso überrascht wie Ortsbürgermeister Volker Henn. „Es ist nicht üblich, dass eine Zusage bereits zum Ortstermin mitgebracht wird“, so Bothe.

Dies sei der Hartnäckigkeit der SPD- Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp zu verdanken, schmunzelte Schweitzer. Mit beharrlichem Engagement habe sie auf die Bedeutung der  „Fleckenmauer“ hingewiesen.

 

Bei der Begehung mit den örtlichen Gästeführerinnen Karin Henn und Beate Hess überzeugte er sich persönlich davon und war begeistert: „Das wird mein nächstes Ausflugsziel mit meinen Kindern sein, denn hier kann ihnen das Mittelalter anschaulich näher gebracht werden.“

 

Die „Fleckenmauer“ ist die einzig vollständig erhaltene mittelalterliche Ortsbefestigung in Rheinhessen, hat eine Länge von etwa einem Kilometer, acht Türme und umschließt den „Flecken“ Dalsheim mit seinen drei Kirchen  Das Obertor ist mit einem runden Turm bewehrt,  das Untertor mit einem rechteckigen. Dieser wurde bis 1833 von einem Wächter bewohnt, der jede Nacht die Tore verschloss. An höchster Stelle ist die Ortsbefestigung etwa zehn Meter hoch;  der Wehrgang wird von Arkaden getragen. Ein Teil der Mauer ist begehbar und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

 

„In 2010 hatten wir  50 gebuchte Führungen und über 1200 Besucher“, berichtete Volker Henn stolz und lud den Staatssekretär zum gewandeten Fleckenmauerfest im kommenden Jahr ein, das seit 1988 alle vier Jahre gefeiert wird.

(von links) Gästeführerin Beate Hess, Staatssekretär Alexander Schweitzer, MdL Kathrin Anklam-Trapp, VG Bürgermeister Ralph Bothe, Ortsbürgermeister Volker Henn, Gästeführerin Karin Henn.
(von links) Gästeführerin Beate Hess, Staatssekretär Alexander Schweitzer, MdL Kathrin Anklam-Trapp, VG Bürgermeister Ralph Bothe, Ortsbürgermeister Volker Henn, Gästeführerin Karin Henn.

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